Interview mit einer Fußerotikerin |
Mademoiselle
Zoé, auf Deiner Visitenkarte und Deiner Homepage beschreibst Du
Deine Lust an der Verehrung Deiner Füße. Schwer zu
sagen, ich denke schon, als das aller erste Mal ein Mann oder Junge, meine
Füße massierte, küsste ... Ich fand es schon immer wunderschön,
wenn mein Körper bis zum Ende seiner Extremitäten geschätzt
wurde und der Fuß ist ja weit weg von der "Mitte des Körpers",
die ja meist den "normalen Mann" am weiblichen Körper am
meisten interessiert. Ich liebte es schon immer, wenn man(n) anfing sich
dem Körper vorsichtig und hingebungsvoll von "ganz unten"
zu nähern ... dass frau das aber ohne schlechtes Gewissen stundenlang
genießen kann und das dies etwas mit weiblicher Dominanz zu tun
hat ... das war natürlich ein weiter Weg, das herauszufinden ;)
Schon als
Kind interessierte ich mich für die hohen Schuhe meiner Mutter und
als junger Teenie rette ich ihren Bestand an original Nylons aus den 50ern
und ihre wenige original Unterwäsche, die sie noch aus der Zeit hatte
... Schon immer liebte ich vor allem Stiefel oder ganz offene Schuhe,
wie Pantoletten und Schläppchen, barfuß laufen und Fußschmuck,
wie Fußringe oder in anderen Kulturen (z.B. Indien) das Bemalen
von Füßen ... Außerdem gibt es die Theorie, dass das Lustzentrum und das Zentrum für die Füße im Gehirn direkt nebeneinander sitzen, wodurch manche versuchen, den Erotismus um den weiblichen Fuß zu erklären (Es ist ja eine Spielart, die eher in der männlichen Verehrung der weiblichen Dominanz verhaftet ist. ich persönlich kenne zumindest kaum eine submissive Frau, die derart auf (Männer-)Füße steht, wie umgekehrt Frauenfüße verehrt werden können). Dann gibt es die Theorie, dass die Fuß- und Schuherotik ihren Ursprung darin hat, dass zum einen die Kirche sehr lustfeindlich erzog und das männliche Unterbewusstsein sein Begehren der Weiblichkeit möglichst weit weg von den Geschlechtsorganen verlagerte ... und so zur unteren Extremität der Damen wanderte, da die unverfänglicher war. Zum anderen war ja über die vergangenen Jahrhunderte der Fuß, der Schuh das Einzige, was aus den langen Kleidern wieder als Teil des Körpers hervorlugte und somit sowieso ganz anders erotisch aufgeladen war. Vielleicht haben wir das zum Teil noch in den Genen vererbt, denn wenn die Theorie mit der rigiden christlichen Erziehung greifen würde, dann ist es erstaunlich, dass es auch so viele junge Fußerotiker gibt ... Ein spannendes Thema, über das ich mich stundenlang unterhalten kann, aber ich möchte den Rahmen des Interviews nicht sprengen. ;)
Was fasziniert Dich an dem Menschen der sich Dir hingibt? Auch das ist eine komplexe Angelegenheit, wenn man die Thematik genauer betrachtet. Es gibt den reinen Fetischisten, der nur bewundert, der sich nur mit dem Fuß auseinandersetzen will. Es kann die reine wunderschöne Hingabe sein. Es kann aber auch in die Erniedrigung gehen, je nach Spiel (ich mache ja z.B. auch gerne Fußfütterungen, zermatsche gerne Lebensmittel mit dem nackten oder beschuhten Fuß usw., da kann man auch schöne "Schweinereien" machen ...) Aber generell
der Weiblichkeit so viel Wertschätzung entgegenzubringen, dass schon
die unterste Extremität zu erreichen ein Geschenk ist und dankbar
angenommen wird, das kickt mich in meiner dominanten Neigung. Oder dass
meine Person so geehrt wird, dass vom Fußsklaven oder Fußfetischisten
schon eine Zuwendung, wie an einem duftenden Fuß riechen, der den
ganzen Tag in Stiefeln steckte, mit großer Dankbarkeit aufgenommen
wird. Dass meine Gerüche und auch Körperflüssigkeiten (also
Schweiß, Speichel und mein Champagner) verehrt und geschätzt
werden, das ist für mich ein wunderschöner Kick.
Nur reine Fußerotik? Ich glaube so ca. drei Stunden ... ich kann so etwas ewig zelebrieren und genießen ;)
Oh aber sicher
- ich denke, jede Dame, die Trampling und Crushing liebt, hat auch schon
mal lustige Unfälle erlebt - die auch nur lustig sind, weil Göttin
sei dank nichts Schlimmes passiert ist.
Oh ja extrem
- normalerweise. Da habe ich mich ja schon zu Beginn dazu geäußert.
Ohje, ich
habe KEINE Ahnung *lächel* du erwartest doch hoffentlich nicht, dass
ich sie jetzt alle zähle oder?
Sind echte Nylons wirklich so anders wie normale? Oh ja, das sind sie! Sie fühlen sich anders an, sie sehen anders aus und echte Nylonfans sagen sogar, sie riechen anders. Es ist der ganz eigene Glanz, der ihren Charme ausmacht. Sie sind weniger elastisch als die heutigen Stümpfe, schmiegen sich in einer seltsamen Mischung aus Zartheit und Festigkeit um das Bein, werfen auch mal eine Falte Und die originalen Nahtnylons haben diesen wunderschönen Abschluss oben, mit dem unverkennbaren kleinen Loch hinten am Oberschenkel, das mich - warum auch immer - ganz besonders entzückt. Und Nylons verkörpern für mich auch einen Hauch eines Glamours aus vergangenen Zeiten, als ein Strumpf noch echter Luxus war und auch ein Frauenbein in solchen zu sehen schon Erotik an sich darstellte ...
Vielen Dank für das Interview! Es war mir ein Vergnügen :)
Interview mit femdom-guide, 2005
|